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14.11.2011, 12:46 Uhr | Übersicht | Drucken
Kein Nationalpark Senne ohne Beteiligung der Kommunen
CDU Bad Lippspringe fordert neue Grundsatzentscheidung


„Die militärische Nutzung der Senne hat für uns oberste Priorität.“ Mit dieser klaren Aussage bekräftigt die CDU Bad Lippspringe ihre Position zur möglichen Einrichtung eines Nationalparks in der Senne.

Lesen Sie hierzu die offizielle Stellungnahme der Badestädter Christdemokraten.



Derzeit sei aber noch überhaupt nicht klar, ob die militärische Nutzung des Truppenübungsplatzes künftig wegfallen wird. Der Vorstand der Bad Lippspringer Christdemokraten sieht sich in dieser Frage auch absolut konform mit dem Beschluss des Rates der Stadt aus dem Jahr 2005, wie die Stadtverbandsvorsitzende Gabriele Mertens-Zündorf bekräftigt: „Egal, was in der Senne künftig passiert: Die Interessen unserer Stadt und der umliegenden Kommunen müssen bei jeder Planung berücksichtigt werden!“ Sollte es tatsächlich zu einem Abzug des Militärs aus der Senne kommen, müsse sichergestellt sein, dass wichtige Fragen wie die Durchfahrtsmöglichkeiten, der Bestand des Golfplatzes, die Gewährleistung der Wildpflege sowie die künftige wirtschaftliche und touristische Nutzung der Senne im Einvernehmen mit den Anrainergemeinden geklärt seien. „Diese wichtigen Fragen sehen wir in den bisher vorgetragenen Ideen und Planungsansätzen bislang in keinem Fall ausreichend beantwortet“, erklärt Mertens-Zündorf. Die CDU sei in diesem Punkt auch deshalb sehr skeptisch, weil inzwischen ja Planungen für einen Nationalpark Egge im benachbarten Lippe völlig ohne jede Beteiligung der Nachbargemeinden vorangetrieben würden: „Das ist genau die Vorgehensweise, die wir ablehnen, weil sie die Wünsche und Interessen unserer Bürgerinnen und Bürger nicht berücksichtigt“, so die CDU-Parteivorsitzende. Allerdings stellt der Ratsbeschluss aus 2005 nach Ansicht der CDU auch keine Entscheidungsgrundlage für jede denkbare künftige Entscheidung dar, wie Mertens-Zündorf betont: „Dieser Beschluss ist sechs Jahre alt und basierte auf den damaligen Plänen eines gemeinsamen Nationalparks Senne-Egge. Heute liegen ganz andere Ideen auf dem Tisch – der Kreis Lippe verfolgt offenbar eigene Pläne in der Egge, das muss Konsequenzen für unsere eigenen Überlegungen haben!“ Dass Bad Lippspringes Bürgermeister Bee mit diesem Beschluss aus 2005 nun in die aktuelle Diskussion geht, halten die CDU-Politiker zumindest für unglücklich: „Was 2005 im Grundsatz vor einer anderen Planungskulisse beschlossen wurde, kann nicht Grundlage für eine inzwischen veränderte Situation verwendet werden. Hier wäre zumindest eine Überprüfung der Bad Lippspringer Position in den entsprechenden Gremien erforderlich, bevor man in die Öffentlichkeit geht“, regt der Fraktionsvorsitzender Walter Strop an. In der Bad Lippspringer CDU sei man sich einig, dass der Beschluss aus 2005 auf keinen Fall einen „Freibrief“ für die aktuelle Diskussion darstellen dürfe, denn: „Wenn in Bad Lippspringe andere gültige Ratsentscheidungen in Windeseile gekippt werden, kann man doch nicht umgekehrt bei veränderter Sachlage sechs Jahre alte Beschlüsse ohne jede weitere Diskussion zur Grundlage erheben!“


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